Nachlassverwaltung /Nachlasspflegschaft / Testamentsvollstreckung

Herr Rechtsanwalt Renger wird regelmäßig von den Nachlassgerichten als Nachlasspfleger bestellt.

 

Die Nachlasspflegschaft und Nachlassverwaltung sind Maßnahmen zur Sicherung des Nachlasses.

 

Die Nachlasspflegschaft wird gem. § 1960 Abs. 1 BGB angeordnet, wenn für diese gerichtliche Fürsorgemaßnahme ein Bedürfnis sowie ein Sicherungsanlass besteht und der Erbe unbekannt ist oder Ungewissheit über die Annahme der Erbschaft besteht. Gem. § 1961 BGB besteht auch die Möglichkeit, dass die Nachlasspflegschaft auf Antrag eines Gläubigers angeordnet wird. Den Aufgabenbereich des Nachlasspflegers legt das Nachlassgericht für jede Nachlasspflegschaft gesondert in der Bestallungsurkunde fest. Regelmäßig umfasst dieser aber die Sicherung des Nachlasses.

 

Die Nachlassverwaltung ist eine Form der Nachlasspflegschaft. Der Nachlassverwalter ist Partei kraft Amtes und untersteht der Aufsicht des Nachlassgerichts. Insoweit unterscheidet er sich vom Nachlasspfleger, welcher gesetzlicher Vertreter des Erben ist.

 

Der Nachlassverwalter hat den Nachlass in Besitz zu nehmen, ihn zu verwalten und die Nachlassverbindlichkeiten zu erfüllen. Nicht zu seiner Aufgabe gehört die Auseinandersetzung des Nachlasses. Der Nachlassverwalter hat nach Erfüllung der Nachlassverbindlichkeiten den Überschuss an die Erben herauszugeben.