01/13/16

Wichtige Änderungen zum 01. Januar 2016

1.      Neues Energielabel für Heizungsanlagen

Heizungsanlagen, die älter als 15 Jahre sind, müssen seit 1. Januar 2016 mit einem eigenen Energielabel, dem "Nationalen Effizienzlabel für Altgeräte" gekennzeichnet werden. Es informiert über die individuelle Effizienz des Heizkessels und kann von Heizungsinstallateuren, Schornsteinfegern oder Energieberatern angebracht werden. Die Kennzeichnung wird Pflicht, ist aber kostenlos für die Verbraucher.

 

Neue Heizgeräte müssen bereits seit September 2015 ein EU-Energielabel tragen – ähnlich wie das bei Waschmaschinen.

 

2.      Erhöhung des Kindergeldes

Zum 1. Januar 2016 wurde das Kindergeld um zwei Euro erhöht. Für das erste und zweite Kind beläuft sich der Betrag dann auf jeweils 190,00 €, für das dritte Kind auf 196,00 € im Monat und für jedes weitere Kind auf 221,00 € monatlich.

 

Bezieher von Kindergeld sind zudem seit 1. Januar 2016 verpflichtet, der Familienkasse ihre Steuer-Identifikationsnummern, die der Eltern und der Kinder, mitzuteilen. Liegen diese zum Jahresbeginn noch nicht vor, werde die Kindergeld-Zahlung aber nicht eingestellt. Die Steuer-ID kann später nachgereicht werden. Wer sie nicht mehr findet, kann beim Bundeszentralamt um erneute Auskunft bitten. Mit Hilfe der Steuer-ID soll künftig Sozialleistungs-Betrug vermieden werden.

 

3.      Rauchmelderpflicht

Häuser sollen in Deutschland künftig flächendeckend mit Rauchmeldern ausgestattet werden. Für Neubauten gilt diese Pflicht bereits in fast allen Bundesländern. In Sachsen greift sie ab  1. Januar 2016 – nur Berlin und Brandenburg haben noch keine Rauchmelderpflicht.

 

4.      Wohngelderhöhung

Seit 1. Januar 2016 haben Haushalte mit geringen Einkommen Anspruch auf mehr Wohngeld. Ein Zwei-Personen-Haushalt mit Wohngeldanspruch bekam im Jahr 2012 noch durchschnittlich 112,00 € pro Monat – nun steigt dieser Betrag auf durchschnittlich 186,00 €. Zudem sollen künftig mehr Menschen Anspruch auf einen Mietzuschuss haben.

 

5.      Erhöhung Hartz IV

Zum 1. Januar 2016 wurden die Hartz-IV-Sätze um 1,24 Prozent angehoben. Das bedeutet, der Regelsatz für einen alleinstehenden Hartz-IV-Empfänger ist von bisher 399,00 € auf 404,00 € gestiegen. Zwei Erwachsene, die als Partner oder Ehepaar in einer so genannten Bedarfsgemeinschaft leben, bekommen dann jeweils 364,00 € statt bisher 360,00 €.

 

6.      Wirksamkeit Freistellungsaufträge

Seit 1. Januar 2016 sind Freistellungsaufträge bei Geldinstituten nur noch wirksam, wenn die Steuer-Identifikationsnummer des Sparers vorliegt.

 

Die Übergangszeit, in der Freistellungsaufträge, die vor 2011 erteilt wurden, auch ohne Steuer-ID weiter gelten, ist zum Jahresende 2015 ausgelaufen.

 

7.      Grundfreibetrag und Kinderfreibetrag

Zum 01. Jan. 2016 ist der Grundfreibetrag bei der Einkommenssteuer um 180,00 € auf 8.652,00 € Euro gestiegen. Das bedeutet, ein Lediger muss erst ab einem zu versteuernden Einkommen von mehr als 8.652,00 € im Jahr Steuern zahlen. Bei Ehepaaren oder eingetragenen Lebenspartnern verdoppelt sich der Beitrag auf 17.304,00 €.

 

Auch der Kinderfreibetrag wurde auf 4.608,00 € im Jahr angehoben. Er steigt also um 96,00 €  pro Kind, das bedeutet 48,00 € für jedes Elternteil. Vor allem bei höheren Einkommen wirkt sich das steuermindernd aus. Der Freibetrag für Betreuung, Erziehung oder Ausbildung bleibt unverändert. Damit beträgt die Summe der Freibeträge im kommenden Jahr pro Kind und Jahr 7.248,00 €.