02/25/16

Bundestag: Ende des Widerrufsjokers beschlossen

Der Bundestag hat am 18.02.2016 das Ende des ewigen Widerrufsrechts von Verbraucherdarlehen beschlossen.

 

Viele Verbraucher-Immobiliardarlehensverträge aus den Jahren 2002 bis 2010 enthalten unwirksame Widerrufsbelehrungen. Dies berechtigt die Darlehensnehmer dem Grunde nach zum jederzeitigen Widerruf.

 

Eine Motivation zum späten Widerruf des Immobiliardarlehensvertrages kann beispielsweise sein, von den heute weitaus günstigeren Darlehenszinsen zu profitieren. Teilweise werden über den nachträglichen Widerruf jedoch auch bereits gezahlte Vorfälligkeitsentschädigungen zurückgefordert.

 

Der Bundestag hat nunmehr ein Gesetz beschlossen, welches dieses unbefristete Widerrufsrecht verhindern soll. Nach dem Inkrafttreten des Gesetzes (wohl am 21.03.2016) sollen Verbraucher noch eine Frist von drei Monaten (also bis 21.06.2016) haben, um sich zu entscheiden, ob sie die von ihnen bereits abgeschlossenen Darlehensverträge widerrufen möchten. Hiernach soll ein Widerrufsrecht für diese Altverträge ausgeschlossen sein.

 

Insoweit ist allen Darlehensnehmern anzuraten, ihre Immobiliardarlehensverträge prüfen zu lassen, um hiernach zu entscheiden, ob durch einen Widerruf mit nachfolgender Ersatzfinanzierung nicht weitaus günstigere Darlehenskonditionen erreicht werden können.

/sp