04/11/16

WhatsApp führt Verschlüsselung ein

WhatsApp hat vergangene Woche die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für seine Text- und Sprachnachrichten eingeführt. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass sowohl Sender als auch Empfänger über eine aktuelle Version des WhatsApp-Messengers verfügen.

 

Die Einführung der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (auch e2e genannt), wird insbesondere diejenigen Nutzer freuen, die Wert auf den Schutz ihrer persönlichen Daten legen. 

 


Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bedeutet, dass die Nachricht auf dem Smartphone des Absenders verschlüsselt wird und bis zum Eingang auf dem Telefon des Empfängers verschlüsselt bleibt. Erst dort wird die Nachricht wieder entschlüsselt.

 

WhatsApp holt damit nach, was andere Messenger-Dienste, wie z.B.  Threema oder Signal vorgemacht haben.

 

Positiv zu bewerten ist weiter, dass WhatsApp das sog Forward Secrecy verwenden soll, was bedeutet, dass besonders kurzlebige Schlüssel zum Einsatz kommen, die jeweils nur für eine Nachricht verwendet werden. Sollte der Hack eines Schlüssels  tatsächlich gelingen, kann dieser weder für die vorangegangene noch für die nachfolgende Kommunikation verwendet werden.

 

Im Ergebnis ein begrüßenswerter Schritt für Datenschutz und Privatsphäre zugunsten der Nutzer von WhatsApp, wenn auch ein Wehrmutstropfen bleibt. Die Server stehen in Kalifornien, wo sie dem Zugriff US-amerikanischer Behörden unterliegen. Bessere Alternative bleibt daher aus Sicht des Verfassers weiter Threema, mit Serverstandort in der Schweiz. 

 

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/sp